„Branchengerüchte kommentieren wir grundsätzlich“

… und zehn weitere Sätze, die uns in Manager-Interviews mal wirklich überraschen würden:

  • Sie haben Recht, meine neue Position kann man bestenfalls als „Seitwärtsbewegung“ betrachten.
  • Ich bin ein geduldiger Mensch, dem es oft viel zu schnell geht.
  • Wir werden künftig weniger vom Kunden, sondern stärker von unseren internen Prozessen her denken.
  • Unsere Investitionsstrategie ist auf den schnellen Erfolg ausgerichtet, wir orientieren uns recht kurzatmig an Quartalsergebnissen.
  • Nein, unsere Branche leidet nicht unter Preisdruck, es wird auch keine weitere Konsolidierung geben und eine klare Positionierung wird nicht wichtiger.
  • Nein, unser Markt befindet sich nicht im Umbruch und 2012 wird deshalb auch kein Jahr sein, in dem entscheidende Weichen gestellt werden.
  • Nein, wir sind zurzeit nicht dabei, unsere gesamten Prozesse zu optimieren und effizienter zu werden.
  • Im Internet werden wir uns etwas zurücknehmen – da ist die Party bald vorbei.
  • Krisen müssen nicht zwangsläufig Chancen sein.
  • Nein, ich jogge nicht, und der New York Marathon geht mir am Arsch vorbei.  

Bild fällt heute weg, keine Zeit zum Suchen.

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Mobile: Schon wieder Durchbruch!

Morgen beginnen ja, der eine oder andere hat es vielleicht noch nicht mitbekommen, wieder die M-Days, der wirklich für die Mobile-Branche systemrelevante Kongress in Frankfurt. Unterstütze ich auch voll und ganz, ich habe nur eine Bitte an die Veranstalter: Verschont uns endlich mit Aussagen, die die Wortkombination „Mobile“ und „Durchbruch“ enthalten, wie oft soll man das denn noch sagen? Denn alles, was mit Mobile zu tun hat, ob das Handy-Werbung oder M-Commerce ist, steht schon seit zehn Jahren vor dem Durchbruch – allein, der letzte, winzige, eigentlich nur noch eine Formsache darstellende Schritt nach vorn, er will und will nicht gelingen. Jetzt schon wieder: „Mobile Payment: Der Durchbruch kommt 2012“. Liebe Leute, die Zeiten sind vorbei, in denen derlei Meldungen uns mit dieser kribbligen Spannung elektrisiert haben, mit dieser wohlig-bangen Erwartung, an etwas ganz Großem teilhaben zu dürfen. Wirklich irritierende, magisch in den Text hineinziehende Headlines gehen jetzt so:

„Mobile Payment – das dauert noch.“

„Mobile Payment – irgendwann fluppt’s bestimmt.“

Oder, ganz gegen den Strich gebürstet:

„Mobile Payment – die fetten Jahre sind vorbei.“

Aber davon abgesehen: Ich tippe auf 2013, da geht’s ab.